Reisebericht "Obernai, Echternach, Luxemburg,
Brüssel /
Grimbergen und Gent", 26.08. - 07.09.2026

Pünktlich um 10 Uhr ging es los. Die Fahrt über Basel in Richtung Strassburg
verlief ohne irgendwelche Zwischenfälle. So erreichten wir den Camping
Municipal in Obernai kurz vor 14 Uhr. An der Reception war schon eine kleine
Schlange die auf Einlass wartete. Als Dritte wurden wir dann eingecheckt und
bezogen den Platz mit der Nummer 154.

 Nach einem gemütlichen Nachmittag mit
chillen auf unseren neuen aufblasbaren Liegestühlen, ging es um 18 Uhr ins
Zentrum von Obernai wo gerade ein Dorffest mit Musik, Speis und Trank
stattfand.



 So gesellten wir uns einfach dazu und genossen die Musik, einen
leckeren Drink und eine Elsässer-Käseschnitte. Zwischen durch drehten wir
noch eine Runde durch die Strassen von Obernai und schlenderten über die Stadtmauer. Um 21:30 Uhr
ging es dann wieder zurück zum Duro und nach einem leckeren Schlummertrunk in die Heia.
Ein rundum gelungener Ferienauftakt.

Wir haben bis 08:30 Uhr ausgeschlafen, dann die Sachen zusammengepackt und sind
wieder los in Richtung luxemburgische Grenze. Zuerst über die A35, dann die A4
nach Saarbrücken und von dort über die A1 nach Trier. Nun folgte noch eine
kleine Fahrt über Landstrassen bis nach Echternacherbrück. Den gleichnamigen
Campingplatz erreichten wir wie denjenigen am Vortag ziemlich genau um 14 Uhr. Die
nette Dame an der Reception checkte uns für 2 Nächte ein und so konnten wir den
Platz mit der Nummer 261 in der zweiten Reihe zum Flüsschen beziehen. Als wir
von der Reception zurück zum Duro spazierten, sah ich eine kleine Pfütze unter
dem Wohnpanzer und bei genauerem Hinsehen konnte ich auch gleich die Ursache
sehen. Der uralte Dieselfilter leckte. Also beschaften wir uns die Nummer des
Ersatzteiles und suchten in der Umgebung einen Teilehändler. Nach ein paar
Telefonaten konnten wir einen Lieferanten in Bitburg ausmachen, der besagtes Teilchen sogar
für 13 Euro an Lager hatte. So drehten wir die Runde über Bitburg, holten den
Filter und fragten wo wir den Filter am einfachsten tauschen lassen können.
Ohne Wanne gibt es doch eine merkliche Schweinerei. Wir wurden in eine kleine
Garage in der Nähe geschickt, doch deren Besitzer tat sich zuerst sehr schwer.
Aber zwei junge Mechaniker hatten schliesslich verbarmen und tauschten uns
dieses Teilchen für weitere 30 Euro aus. Der alte Filter wurde abgeschraubt und der Inhalt
(Diesel) gerade in den neuen Filter hinübergekippt. So ersparte sich die Garage
die Entsorgung und wir das Entlüften. Im Anschluss fuhren wir zurück zu unserem
Campingplatz wo wir uns in der Sonne einen Apéro gönnten.



 Dann ging es unter
die Dusche und über die Brücke nach Luxemburg, genauer nach Echternach. Im
Städtchen spazierten wir etwas umher und beschlossen im Restaurant "Beim Dokter"
unser Abendessen einzunehmen, was ein folgeschwerer Fehler war. Alles kam
entweder aus dem Tiefkühler oder aus der Dose. Pfuiteufel! Naja
Fehlentscheidung. Danach bestaunten wir noch die schön beleuchtete Abtei und
kehrten zum Duro zurück. Müde ging es gegen 22:30 Uhr in die Horizontale.

Wir sind um 08:30 Uhr aus den Federn und haben die Dinge für unseren Wandertag
zusammengepackt. Kurz nach 09:45 Uhr es ging los in Ruchtung Bushaltestelle in
Echternach. Direkt neben der Haltestelle befindet sich noch ein Cactus
(Supermarkt) wo wir noch unsere Wanderverpflegung einkaufen konnten. Der Bus
262 nach Consdorf fuhr genau um 11 Uhr los und brauchte eine knappe
Viertelstunde bis zu unserem Startpunkt der Mullerthalwanderung.


 Nach kurzen
Anfangsschwierigkeiten mit der Startorientierung ging es auf dem Trail C2 los zu
unserem ersten Ziel dem Rittergang, eine erste begehbare Felsspalte, dann zum
Déwepëtz und schliesslich zum Highlight des C2 Weges, dem Kohlscheuer. eine
rund 50 Meter lange Felsspalte die gegen oben geschlossen ist und dadurch eine kleine
Höhle ist - cool war es, aber darin extrem schwühlwarm.




 An dessen Ausgang
genehmigten wir uns eine erste Zwischenverpflegung bevor es wieder den gleichen
Weg zum Startpunkt zurückging. Von dort ging es weiter auf dem Trail in
Richtung Mullerthal. Unterwegs gab es immer wieder sehr tolle Felsformationen zu
durchqueren. Auf einzelne Formationen konnte man auch hoch, z.B. dem Belle-Vue.





 So erreichten wir den kleinen Wasserfall Schiessentümpel und machten weitere
Fotos. Rund einen Kilometer später trafen wir dann in Mullerthal ein, wo wir
Mittagsrast machten. Wir plauderten auch etwas mit zwei Deutschen die mit ihren
Kindern unterwegs waren.

 Danach noch kurz auf Toilette und der Rückweg
hoch zum Predigtstuhl begann. Eigentlich nur 4 Kilometer Luftlinie, doch diese hatten es
in sich. Es ging immer wieder steil hoch um gerade auf der anderen Seite
ebenfalls gleich steil wieder herunterzugehen. Nach fast 2 Stunden hatten wir es
dann geschaft und wir standen wieder ganz oben auf der Geländekante. Die Zeit war nun
auch schon fortgeschritten und so beschlossen wir über den Weg B13 nach Berdorf
zu gehen, um von dort mit dem Bus wieder nach Echternach zurückzufahren. Die
Bushaltestelle erreichten wir um kurz nach 17:30 Uhr und fuhren mit dem Bus 211
um 17:55 Uhr nach Echternach zurück. Eine tolle Wanderrunde mit 20 Kilometer
Wegstrecke die sich wirklich gelohnt hatten. Das Nachtessen folgte aus der
Duroküche, es gab nur ein kaltes Plättchen und ein Amerbier dazu. Dann folgte
die notwendige Dusche und ein gemütlicher TV Abend im Duro drin, bevor es um
22:30 Uhr todmüde in die Betten ging.

Eigentlich sollte es bereits heute nach Luxemburg-Stadt gehen, doch beide
Campingplätze waren restlos ausgebucht und so haben wir hald in Echternacherbrück eine
Nacht verlängert und einen Chilltag eingelegt. Was ja nach der gestrigen Wanderung
auch ganz nett war. So haben wir für ab morgen Sonntag für 3 Nächte vorgebucht und
das selbe für Brüssel auch gerade getan. Nun konnten wir die Füsse hochlagern
und unsere Vorräte im Norma Supermarkt auffüllen. Den Abend haben wir
wetterbedingt, es regnete immer einmal wieder, drinnen im Duro beim Fernsehschauen
verbracht. Dazwischen wurde das Abendessen verspiesen und eine Dusche genommen.
Ins Bett ging es zur gleichen Zeit wie am Vortag.

Heute fuhren wir gegen 9:30 Uhr weiter in Richtung Luxemburg Stadt. Unser neues
Ziel war der Camping Bon Acceuil. Hier hatten wir für 3 Nächte vorreserviert.
Die Fahrt dauerte rund 45 Minuten und kurz vor dem Ziel wurde der Duro nochmals
für 1.865 Euro pro Liter Diesel aufgetankt. Hier sind die Spritpreise noch
deutlich günstiger als in den umliegenden Ländern. Wir wurden auf dem Camping nett begrüsst und
eingecheckt. Wir bezogen den Platz mit der Nummer 10. Dieser liegt in der
ersten Reihe am weitesten von der Reception weg, ist aber auch der grösste.

 Nach dem Aufbau ging es dann mit den kostenlosen Bussen in die Stadt. Wir
besichtigten zuerst die Oberstadt (auch Altstadt genannt) und schlenderten kreuz und
quer durch die Strassen. Zu unseren heutigen Sehenswürdigkeiten gehörten
unbedingt der Panoramaaufzug der hinunter ins Pfaffental führt.
Ein wahrlich toller Ausblick.

 Unten angekommen besuchten wir natürlich auch die alten
Stadtmauern, mit dem Flüsschen Alzette im Grund und die schönen wieder
aufgebauten Stadttürme. Auf der gegenüberliegenden Seite ging es dann hoch zu
einer ehemaligen Festung und zum Schluss der Alzette entlang zur Partymeile
"Grund".
 Meine Frau schleppte mich dort in eine LGBTQI+ Bar wo im Verlaufe des
Nachmittags immer mehr Leute eintrafen (unteranderem Herren in Netzstrumpfhosen
und kurzen Damenkleidern) und kurz vor 17 Uhr in einem Draq-Bingo
endete. Wir sahen dem Treiben gespannt zu und verabschiedeten uns vor dem Bingo
wieder um mit dem Bus hoch zum Bahnhof und von dort mit einem weiteren Bus zum
Duro zurückzufahren. Kurz nach 18 Uhr waren wir wieder beim Duro und genossen
in der Sonne unser Abendessen. Danach plämperleten wir den Abend vor dem TV
aus. Nachtruhe war kurz vor Mitternacht.

Tag zwei in Luxemburg. Wir haben etwas ausgeschlafen und sind nach dem Morgenessen
mit dem Bus zurück in die Innenstadt gefahren. Am Bahnhof ging es dann mit dem
Tram hoch zum Kirchbergplateau. Erste Station war die Philharmonie und der
Luxembourg-Schriftzug.







 Dann ging es weiter ins Infinityshoppingcenter, wo wir
ein Sandwich und etwas zu trinken kauften. Gut gestärkt folgte der Visitor
Besuch im Europaparlament mit einer tollen Ausstellung im Untergeschoss. Im
Anschluss an die Ausstellung haben wir noch einen kurzen Abstecher zum
Sportzentrum ganz oben auf dem Plateau getätig. Nun ging es wieder zurück in
die Altstadt, wo wir weitere Runden durch die Strassen und zum krönenden
Abschluss die Spazier-Aussichtsroute über die Corniche flanierten.




 Der Abschluss bildete eine
Fotosession der Adolphe-Brücke. Nun ging es wieder per Bus zurück zum Duro. Kurz
vor dem Ziel machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem weiteren Aufzug
um über den angrenzenden Park und bis zum Campingplatz zu sehen. Der restliche
Abend war eine Kopie des Vorabends. Einziger Unterschied es gab heute Spaghetti
mit Sauce zum Abendessen.

Der letzte Tag in Luxemburg. Wir haben ja fast alles bereits gesehen und so
konnten wir gemütlich durch die Stadt und unter der Adolphe Brücke hindurch bis
zur Altstadt spazieren. Unterwegs gab es immer wieder einmal einen kurzen Stopp in einem Geschäft,
einem Restaurant oder einer Bar. Richtig gemütlich.



 Am späteren Nachmittag ging
es zurück zum Duro, wo wir direkt neben unserem Fahrzeug ein anderes Zürcher
Ehepaar aus Turbenthal kennenlernten. Mit Urs und Babs haben wir bei mehreren
Apéros einige Reisehighlights geteilt. Kurz vor 23 Uhr hiess es dann
Nachtruhe und ab in die Heia.

Heute sind wir etwas früher aufgestanden als sonst, denn es ging ja weiter nach
Grimbergen. Wir wollten noch vor dem Mittag einchecken, da die Plätze
beschränkt sind und eine Reservierung leider nicht möglich war. Gesagt getan
ging es kurz nach 8:15 Uhr los. Die Fahrt über die Autobahn war gemütlich bis
kurz vor Brüssel, den auf dem Ring herrschte wiedereinmal ein riesiges Puff, genau
wie vor vier Jahren als wir das letzte Mal da waren. Wir trafen kurz nach 11:30
in Grimbergen ein und wollten gerade einchecken, doch Scheisse die Reception
hat ab 11:30 geschlossen! Fünf weitern Fahrzeugen ging es gleich wie uns. Also
war kollektives warten angesagt. Wir konnten die Zeit nutzen und haben uns den
Platz 16 ausgesucht.


 Der war nicht so schattig und es gab auch TV Empfang. Am
Nachmittag besuchten wir die Abtei und die zugehörige Brauerei, wo wir
natürlich auch ein feines Bier verkosteten.


 Den Hochzeitstag, ja es war der 29-igste,
schlossen wir in der Pizzeria Regina mit einer sehr leckeren Pizza Calzone ab.
Jetzt noch kurz unter die Dusche und rein in den Duro wo wir noch bis 23 Uhr TV
gekuckt haben.

Da das Wetter heute bedeckt war, beschlossen wir zuerst die Administration ins
Reine zu bringen. Ich habe Tagebuch geschrieben und meine Frau einige
Rechnungen für ihre Bude erledigt. Danach gab es lecker Frühstück und im
Anschluss zogen wir ins örtliche Thermalbad um etwas zu entspannen. Es gab
Badebecken, Whirlpool und diverse Saunen und Dampfbäder. Herrlich.

 Den
restlichen Tag haben wir weiter gechillt und das Abendessen aus der Durokombüse
eingenommen, heute Teigwaren mit Sauce und Käse. Den Abend chillten wir erneut
vor dem TV, da es draussen doch schon merklich kühl wird um diese Jahreszeit.

Heute wollten wir zum zweiten Mal das
Brüsseler Atomium besuchen und sind deshalb zeitig aufgestanden. Nachdem
Morgenessen ging es zur nahegelegenen Bushaltestelle wo kurz vor 9:30 Uhr der
Bus in Richtung Brüssel losfuhr. Nach einer knappen halben Stunde und gefühlten
100 Stopps sind wir auf die Strassenbahn umgestiegen welche uns in 2 weiteren
Stopps direkt unten an das Atomium gefahren hat. Es war kurz vor 10 Uhr und die
Kasse hatte noch nicht geöffnet. So genehmigten wir uns im kleinen Bistro ein
Croissant und einen Eistee, resp. einen Kaffee. Kaum hatte die Kasse geöffnet
ergatterten wir uns ein Ticket und standen in der kurzen Schlange des Lifts
nach oben.

 Im Lift gab es bereits eine kurze Lichtanimation und wenig
später standen wir in der obersten Atomkugel. Diese beinhaltet ein Restaurant
und eine rundum Aussicht auf Brüssel und die Umgebung.


 Wir kreisten einmal und
schwupps standen wir wieder unten, von wo es über Treppen und Rolltreppen durch
einige weitere Kugeln geht. Zuerst erfährt man etwas über die Entstehung der
Sehenswürdigkeit und in weiter oben gibt es wechselnde Ausstellungen mit
Lichtanimationen. Uns hat es sehr gut gefallen und für die bezahlten 17 Euro
pro Person war es auch absolut sein Geld wert.













Nach zirka 1 1/2 Stunden war die
Besichtigung vorbei und wir fuhren mit dem Tram weiter in die Innenstadt. Kaum
waren wir aus der Metrostation ins Freie gelaufen standen wir mitten im
Getümmel des Bierweekends (ein grosser Anlass mit Dutzenden von Ausstellern).
Nun ging es einmal kreuz und quer durch die Altstadt, vorbei am Manneken-Pis
und den schönen Häuser.







 Einige sind mit Comicfiguren aus Tim & Struppy bemalt.
Unterwegs gab es auch immer einmal wieder Zeit für ein leckeres Bierchen in
einer Bar oder Restaurant. Zum Abschluss zogen wir auch über die Einkaufsmeile
in Richtung Bahnhof wo wir noch einen Shoppingstopp im Primark einlegten. Dann
noch ein kurzes Abschiedsbierchen und ab zum Bus am Nordbahnhof. Kaum
angekommen für dieser auch direkt los in Richtung Grimbergen. Kurz vor dem Ziel
mussten wir noch in den Nachfolgerbus umsteigen, denn es fährt nur jeder zweite
zum Camoingplatz runter. Das Abendessen kam aus der Duroküche und der restliche
Abend verlief ziemlich identisch zu den Vorgängern, Dusche, Zähneputzen, TV
kucken, Bett.

Heute war Samstag und somit ein guter Tag für die Weiterfahrt nach
Gent. Denn am Wochenende gibt es deutlich weniger LKWs was die Fahrt angenehmer
gestalltet. Die Fahrt über die Autobahn dauert nur knapp 60 Minuten und so
standen wir schon ziemlich rasch am Tor zum neuen Zwischenziel. Die Dame am
Eingang war freundlich und checkte uns ein. Doch auf den Platz fahren durfte
man erst nach der Mittagspause um 13 Uhr. Hmmmh, naja. also mussten wir noch
eine gute Stunde zuwarten bis wir einfahren durften.
 Da die Sonne schien
genossen wir einen feinen Apéro vor dem Duro als urplötzlich das Telefon
klingelte. Am anderen Ende der Leitung unser jüngerer Sohn mit der
Hiobsbotschaft, das er kein warmes Wasser mehr habe. Scheisse! Also habe ich
ihm erklärt wie der die 44-jährige Wärmepumpe uaf den Notbetrieb umstellen
konnte,so das er wenigstens wieder warmes Wasser hatte. Das ursprüngliche
Problem mit der dauernd herausfallenden Sicherung konnten wir zwar eingrenzen,
jedoch nicht beheben. Wir wussten es ja schon seit Jahren, dass es irgend eines
Tages so weit sein musste und die Heizung den Geist aufgibt. Aber das dies
ausgerechnet in den Ferien sein muss, naja. So haben wir am Nachmittag auf dem
Camping gechillt und uns einen Plan für den weiteren Verlauf unserer Tour
gemacht. Ursprünglich sollte es ja morgen auf Sightseeing nach Gent und danach
weiter in die Niederlande bis nach Amsterdam und über Köln, Speyer zurück in
die Schweiz gehen, wir hätten ja noch gut 2 Wochen Zeit gehabt. Aber da es doch
schon Anfangs September war und so gaaanz langsam die Heizsaison vor der
Haustüre steht, haben wir beschlossen Gent noch anzusehen und morgen
Sonntagabend - nacht, ohne LKWs zurück nach Hause zu fahren um uns um einen
Heizungsersatz zu kümmern. Das Abendessen kam erneut aus der eigenen Küche und
der Abend war ein erneutes Abbild der Vortage.

Wie gestern beschlossen, wollten wir
Gent einen Besuch abstatten und die schöne Innenstadt samt Burg sehen.
So sind wir nachdem Morgenessen los zur Bushaltestelle und von dort direkt mit
der Linie 11 ins Zentrum von Gent dem Korenmarkt gefahren. Heute fand ein
riesiges Stadtfest statt und so war die Innenstadt komplett autofrei. Es gab
diverse Restaurants und einen lustigen Flohmarkt entlang der Kanäle. Wir
besuchten als erstes die sehr gut erhaltene Wasserburg Gravensteen. Diese Burg
hat eine sehr düstere Vergangenheit im Mittelalter, denn es wurden hier direkt
neben der Burg rund 40, meist Frauen als Hexen zum Tode auf dem Scheiterhaufen
verurteilt. Die Burg konnte mit einem Audioguide im Alleingang besichtigt
werden, was eine gute Stunde dauerte.















 Im Anschluss ging es dann über den
Flohmarkt durch die Prinsenhofstrasse und wieder zurück zum Korenmarkt.
Unterwegs haben wir uns noch ein kühles Getränk gegönnt. Als Abschluss musste
natürlich noch eine echte belgische Waffel verspiesen werden, was wir auch
gemütlich gemacht haben. Nun ging es auf der gleichen Busroute zurück zum Duro,
wo wir alles zusammengepackt haben und uns auf die knapp 800 kilometerlange
Rückfahrt gemacht haben. Losgefahren sind wir ziemlich genau um 17:30 Uhr. Es
ging über die Autobahn in Richtung Brüssel und von dort weiter bis nach
Luxembourg. Dort angekommen nutzten wir die Gunst der Stunde und haben den
Wohnpanzer nochmals mit günstigem Diesel gefüllt. Um 20:15 ging es weiter alles
über die Autobahn in Richtung Frankreich. Um ziemlich genau Mitternacht waren
wir bei Strassburg und fuhren schnurstracks weiter nach Basel in die Schweiz.
Jetzt nur noch 80 Kilometer und wir haben es geschafft - alles verlief
störungsfrei. Einzig verloren wir wieder Diesel, diese Mal jedoch wieder an
einer der bekannten Schwachstellen, den kurzen Rücklaufschläuchen oben am
Motor. Diese werden mit der Zeit spröde und es entstehen kleine Risse aus denen
dann immer vorzu Diesel raustropft.

Um Punkt
02:30 Uhr war Ankunft zu Hause und wir hauten ab ins Bett. Ausladen und den
Defekt flicken, konnten wir auch noch am nächsten Morgen.
Fazit: Die
anderthalb Wochen waren ein tolles Erlebnis und da wir ja die zweite Hälfte der
Strecke wegen der anstehenden Heizungserneuerung abgebrochen haben, kommen wir
doch in den nächsten Jahren wieder.
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